3. März 2021

Die erste Mehrseillänge vom Jahr 2021 führt uns an die Schafbergwand oberhalb Wildhaus. Wir gondeln gemütlich mit der Seilbahn nach Gamplüt. Zuerst flach auf dem Strässchen und dann immer steiler zur Wand empor. Abwechslungsweise im Schnee oder Geröll suchen wir uns den einfachsten Zustieg bis wir uns eingeklemmt zwischen Wand und «Schneeschrund» für das Klettern bereit machen. Die folgenden 7 Seillängen des Sandührliwegs sind sehr abwechslungsreich. Anhaltend technische Kletterei wechselt sich ab mit Boulderproblemen. An dieser Wand ist schnelles Klettern unmöglich, die Kletterzüge müssen entziffert werden, wie ein komplexes Rätsel. Mal rechts vom Haken, mal links von der Sanduhr schleichen wir uns nach oben. Die Route ist saniert, ein bisschen dazulegen enspannt die Abstände und Nerven, sowie natürlich die obligatorischen Sanduhren fädeln! Das Abseilen geht an dieser glatten Wand ohne Probleme. Für den Abstieg braucht es nochmals eine Portion Konzentration. Der Rest geht dank den Schneefeldern gäbig bis nach Wildhaus. Der Belohnungskaffee und auch das Postauto warten schon auf uns! Danke für diesen coolen Saisonstart!

Die Schafbergwand oberhalb Wildhaus. Unsere Route ist im rechten Teil.

Die erste Seillänge bietet 40 m anhaltende Kletterei, nur der Ausstieg an der Wurzel ist entspannt.

Blick zu den Churfirsten. Wir klettern und vis-a-vis wird Ski gefahren.

Die dritte Seillänge bietet feine Kletterei mit unendlich vielen Dellen, ein Traum!

Zwischen den riesigen Henkel sind knifflige Boulderzüge gefragt: die vierte Seillänge.

Die fünfte Seillänge startet mit einem plattigen Quergang, bevor es griffiger nach oben geht.

Die namensgebende Seillänge (6.) bietet ganz viele Sanduhren, hier muss zwingend gefädelt werden!

Die letzte Seillänge ist auch die Schwerste (6b): 40 m technische Kletterei vom Feinsten!

Wir starten mit Abseilen. Blick zurück auf die letzte Seillänge. Diese folgt dem rechten dünkleren Streifen.

Bald am Boden, trotz dem vielen Schnee im Hintergrund, war unsere Route perfekt trocken und auch die Finger blieben warm.