28.-31. Oktober 2021

Dichter Nebel erwartet uns im Städtchen Solothurn. Nach dem Begrüssungskaffee geht es rein in den Tunnel und bei der Rausfahrt in Gänsbrunnen sind wir schon im heiteren Sonnenschein. Beim Zustieg zum Fusse des Pic de Crémines werden wir von neugierigen Kühen beäugt. Der Einstieg ist besetzt von zwei Franzosen, so widmen wir uns zuerst dem Mittagessen, bevor wir in die Route «Voie de l’Aldo» einsteigen. Die fünf Seillängen sind sehr abwechslungsreich und jede auf ihre Art eine Herausforderung. Immer wieder greift man in tiefe «Taschen» im steilen Gelände, eine lohnende Tour! Der Abstieg geht gäbig und wir reisen zurück nach Solothurn, unser Base Camp ist das Hotel Genossenschaft Kreuz im Altstädtchen, welches mit leckerem Essen auf uns wartet. Der Freitag wartet einmal mehr mit einem Nebelmeer auf uns. Irritierenderweise sind da auch noch ein paar Schleierwolken, doch schon am Einstieg der Route «Südwände» an der Balmflue ist es angenehm warm. Wir klettern die sechs Seillängen dieses typischen Juragrats empor fast bis zum Schluss. Anstatt nach oben auszusteigen, kraxeln wir zum Fusse des «Turm», dieser eindrückliche Felsmocken, mit der steilen ausgesetzen Wand, ist definitiv einen Besuch wert. Während die einen die Normalroute (5b+) klettern, steigt die zweite Seilschaft über den schwereren «Mauerläufer» (6a+) aus. Was für ein lässiger Gipfel! Es folgt ein «schlifriger» Abstieg über Zwüschenberg zurück zur Bushaltestelle bei Balm bei Günsberg. Richtiges Herbstwetter weckt uns am Samstag morgen. Nebel, Wind und immer mal wieder ein kleiner Schauer begleitet uns beim steilen Aufstieg zum Sektor «Balconia» oberhalb Balm bei Günsberg. Neben den Gämsen begleiten uns immer mal wieder tausende von Herbstblättern, die der Wind durch die Luft tanzen lässt. Wir klettern die beiden Routen «Sous le toit» und «Dynamo», dank der Steilheit machen sie schnell müde. Ab nach Solothurn ins Kaffi Suteria, die heissen Getränke heizen uns wieder auf und Gebäck tut immer gut! Am letzten Tag erklimmen wir den Bubichopf im Klettergebiet Oberdörferchlus über den Westgrat. Knapp über der Nebelgrenze geniessen wir die einmalige Herbststimmung. In den zwei Sektoren am Fusse der Bubichopf Südwand klettern wir noch einige schöne Routen bevor wir uns langsam auf den Heimweg machen. So nah und so schön, der Solothurner Jura hat sich gelohnt!

Die Schlüsselseillänge der Route «Voie de l’Aldo» am Pic de Crémines.

Die zweitletzte Seillänge der Route «Voie de l’Aldo» am Pic de Crémines besticht mit den «Emmentaler Löcher».

Der Gipfel des Pic de Crémines mit herrlicher Aussicht und der typischen Föhre.

Beim «Zustieg» zum Turm, die Route «Südwände» an der Balmflue.

Ein endloses Nebelmeer begleitet uns im Aufstieg.

Die spektakuläre Traverse am Turm, ausgesetzt mit viel Tiefenwirkung. Die zweite Seillänge der Normalroute.

Am Schlechtwettertag besuchen wir den von Nieselregen geschützten Klettergarten «Balconia» hoch ob Balm bei Günsberg. Die Route «Sout le toit», 6a.

Der Bubichopf Westgrat an der Oberdörferchlus, ein lohnender Klassiker. Hier die zweite Seillänge, 5a.

Fast auf dem Bubichopf angelangt, hier am Start der letzten Seillänge, 6a.

Eine geniale Herbststimmung im Solothurner Jura, wir geniessen die Aussicht!

Die Gipfeflagge des Bubichopf. Bald seilen wir ab und klettern die schönen Routen in der Südwand des Bubichopf.