22. April 2022
Der Zustieg ist kurz, schon nach einer Viertelstunde stehen wir unter der mächtigen von Rissen durchzogenen Wand des Klettergarten Aelpli, im Solothurner Jura. Bevor wir mit dem Klettern loslegen, folgt eine kurze Theorie wie man die Finger, Hände, Fäuste und Füsse in den Rissen verklemmt. Bei den unruhigen Kalkrissen geht das Klemmen nicht mit barer Haut: aus Tape stellen wir Tape-Handschuhe her, um unsere Haut zu schützen. Langsam wird es Zeit, der Fels wartet. In verschiedenen Routen hängen wir die Seile hoch, um die neue Technik des Klemmens im TopRope zu üben. Auch Körperrisse warten auf die Teilnehmer, einerseits ein «gemütliches» Kamin und ein deutlich anstrengendes «Squeeze chimney»: es muss geschabt werden! Langsam wird es Zeit für den Zmittag, die Hände sind schon ein wenig geschunden und wohl froh, um eine Pause. Dank dem frischen Kaffee von der Bialetti (danke!), sind wir bald wieder voller Tatendrang und auch die grossen Linien werden angegangen. Eifrig werden die Hände und Füsse verklemmt, es geht nicht immer, aber immer öfters! Ein kleiner Ausflug in die Welt der Friends und Keile darf auch nicht fehlen. Sind doch öfters die Rissrouten selbst abzusichern. Langsam sind die Muskeln müde, wir räumen das Klettermaterial zusammen und machen uns auf den Heimweg. Vielen Dank für eures motivierte Mitmachen in die Welt des Risskletterns.
Herstellung von wieder verwendbaren Tape-Handschuhen.
In der Route «Pilgerweg» können Faustklemmer geübt werden.
Perfekt verklemmter Fuss.

Unterwegs im engen Kamin, hier muss man sich in kleinen Stücken hochschieben.

Blick über das Klettergebiet Aelpli: eine steile mit Rissen durchzogene Wand.

Lässige Handriss Kletterei in der Route «Wellness».

Im grossen Kamin der Route «Bärengraben» sind auch No-hand-rests möglich!

Ziemlich cool: ein No-hand-rest dank eingeklemmten Knie in der Route «Höhenwanderung».

Pause im «Honey-pot», bevor es weitergeht mit Handklemmern in der Route «Schwanensee».


