2.-3. August 2023

Weil es so schön ist, besuchen wir nochmals die Piansecco Hütte im Bedrettotal. Schon der Aufstieg ist spannend, wir sichten nicht nur viele schöne Schmetterlinge, Laddy fängt mit dem Kescher eine Libelle, genauer: eine Torfmosaik-Jungfer. Die nächsten zwei Tage klettern wir jeweils verschiedene Mehrseillängen am Poncione di Ruino. Diesen erreicht man in ca. 1.25 stündigem Aufstieg, zuerst auf einem Weg, danach über ein mächtiges Geröllfeld. Als Rissliebhaberin gefällt mir die Kletterei super. Der Fels bietet Verschneidungen, Risse und auch Wandkletterei vom Feinsten. Am ersten Tag klettern wir die «Diedro Petazzi» (6b), welche nach zwei Seillängen in die «Ten years after» (6c+) übergeht. Die Kletterei ist lässig, die Haken sind oft mühsam zu klippen. Hie und da muss mit einem Friend entschärft werden. Als Dessert klettern wir noch die erste Seillänge (6c+) der «Musique gaie pour un demain triste». Geniale Kletterei, diese Mehrseillänge werde ich definitiv noch beenden! Uns reichts aufgrund des Wetters nicht mehr für die ganze Route. Am zweiten Tag gibt es zum Einklettern die «Self service» (6c), super schön, vor allem Wandkletterei, mehrheitlich eingebohrt. Als zweite Route klettern wir noch den Klassiker «Danielli-Pohl» (6c+). Die erste Seillänge ist super hart, danach folgt geniale Kletterei, den Rissen und Verschneidungen entlang. Die Arme sind platt, nach einem letzten leckeren Kuchen verabschieden wir uns vom lässigen Hüttenteam der Piansecco Hütte und steigen ins Tal hinab. Wir sind sicher, wir kommen wieder. Der Fels ist genial, im Gebiet sind vor allem Wanderer unterwegs und die lieblich gelegene Hütte ist eine top Unterkunft.

Sehr zu empfehlen, die sympathische Piansecco Hütte.

Eine Torfmosaik-Jungfer, Laddy ist in der Zwischenzeit ein Kescher-Einfang-Profi, da gehen selbst geniale Flieger wie die Libellen ins Netz.

Die zweite Seillänge der «Diedro Petazzi», 6b, bietet mega lässige Risskletterei.

Die letzte Seillänge der «Ten years after», 6c+, startet mit einem kniffligen Boulderproblem.

Die erste Seillänge der «Musique gaie pour un demain triste», 6c, ist definitiv ein Muss, genialer Fels!

Die zweite Seillänge der «Self service», 6b, ist ziemlich physisch, ich kann mich mal wieder im Pinch-halten üben!

Blick von unten auf die letzte Seillänge der «Self service», 6c, super coole Kletterei.

Die letzten Meter der Route «Self service» enden an einem Pfeiler.

Die erste Seillänge der «Danielli-Pohl», 6c+, verlangt einem alles ab. Ein knapper Fingerriss und keine Tritte fordern bis zuletzt.

So richtig kann man sich in der zweiten Seillänge der «Danielli-Pohl», 6a+, nicht erholen. Zu steil und immer wieder knifflige Risskletterei.

Auf dem Weg ins Tal: links ein Natterwurz-Perlmutterfalter, rechts der Grosse Perlmutterfalter.