31. März 2025

Im Plaisir präsentiert sich das Klettergebiet Maccagno am Lago Maggiore relativ unauffällig. Und heute lerne ich es endlich kennen! Der Zustieg ist kurz und die Lage fantastisch. Man klettert praktisch auf Seehöhe und hat unzählige Routen zur Auswahl. Wir beginnen im «Schulungssektor» mit dem Namen «Stadium». Wer das absolute Naturidyll sucht ist in Maccagno falsch: man könnte auch an Kunstgriffen klettern, hie und da ist mit Sika nachgeholfen worden, eine Bar steht mitten zwischen den Sektoren und gesichert wird vom Veloweg aus. Urban, aber ungemein sympathisch auf italienische Art. Der Gneiss ist knifflig zu klettern, hie und da hat es Bohrlöcher von den Sprengungen (der Veloweg musste ja gebaut werden), welche sich als Griffe eignen. Nach dem Einklettern probiere ich eine Route im Sektor «Yo Yo Mundi». Hier wird von oben gesichert, geklettert wird ab Seehöhe. Leicht moosig, die eher plattigen Routen scheinen nicht oft geklettert zu werden. Fantastische steile Kletterei an kleinen Leisten und Rissen gibt es im Sektor «Caven». Die Routen sind zwar nicht lang, aber so knackig, dass man definitv eine Zeitlang braucht um die Kletterrätsel zu lösen. Anspruchsvolle Stehrouten finden wir im Sektor «Musika Klassika». Da wird mancher Hallenkletterer schon in tiefen Graden fluchen, so spärlich sind die Griffe, stehen ist gefragt! Als Abschluss steigen wir hinunter zum Sektor «Puerto Escondito», gleich neben dem Hafen. Gesichert wird vom Holzrost, Ferienambiente garantiert! Langsam schmerzen die Füsse und Finger, es wird Zeit für den Apéro mit italienischem Gelato in der nahen Bar. Herzlichen Dank für diesen lässigen Klettertag!

Es hätte auch noch Kunststoffgriffe. Wir bevorzugen den Fels, einklettern im Sektor «Stadium».

Die Lage des Klettergarten ist fantastisch, der Lago Maggiore und die Schneeberge im Hintergrund.

Klettern im Calanques-Stil ist möglich, gesichert wird von oben im Sektor «Yo Yo Mundi».

Der Zustieg von Maccagno (im Hintergrund) ist super kurz, gesichert wird vom Veloweg.

Steile Kletterei an Leisten im Sektor «Caven».

Die Herausforderung des Tages finden wir in der Route «Freddy Mercury», eine steile Rissroute im Sektor «Caven».

Urbanes Feeling im Sektor «Caven», hinter der Bretter-Höhle ist die Autostrasse versteckt, welche aber nicht stört.

Hier stehen die Füsse im Zentrum, der Sektor «Musika Klassika» ist frei von Griffen.

Knifflige Routen und einmaliger Sicherungsplatz auf dem Holzsteg im Sektor «Puerto Escondito».