12. April 2025
Wir starten früh, haben wir doch Grosses vor und die Lawinengefahr steigt im Tagesverlauf an. Von Unterschächen geht es mit der Seilbahn nach Wannelen. Danke, an den extra für uns aufgestandenen Bähnler! Wir haben Glück, die Schneegrenze beginnt genau auf unserer Höhen. Skis angeschnallt und schon bald montieren wir die Harscheisen im Aufstieg zum Wäspen. Dies ist eine anspruchsvolle Skitour, ausgesetzte Querungen, bei denen ein kleiner Ausrutscher zum Absturz führen kann. Die Sonne kommt und nach zwei Stunden stehen wir auf dem Gipfel. Was für eine imposante Gegend! Steil und wild präsentiert sich das Urnerland, insbesondere die Nordwände von Gross Ruchen und Windgällen sind eindrückliche Gesellen. Unser Tagesziel, der Chli Ruchen mit seiner Nordflanke sind ideal einsehbar. Wir wechseln auf Abfahren, bzw. traversieren unter der Westwand des Griessstock hindurch. Der Durchschlupf ist erreicht, wir steigen auf und stehen schon bald unter der Nordflanke des Chli Ruchen. Die erste Steilstufe auf ca. 2500m.ü.M. ist mühsam, zum Glück wird es nochmals flächer, bevor es definitiv aufsteilt. Mit vielen Spitzkehren zwischen den Steinen hindurch kämpfen wir uns nach oben. Irgendwann beschliessen wir, dass Ski tragen einfacher ist und wir wechseln auf Schnee stapfen. Für den Gipfelaufstieg deponieren wir unsere Skis auf ca. 2840m.ü.M.. Nun queren wir Richtung Osten und es geht kurz und steil empor. Bald stehen wir auf dem Gipfel, fantastisch die Aussicht! Zurück zum Skidepot und gleich zu Fuss weiter zum Sattel zwischen Chli Ruchen und Sattelhoren. Der Sulz ist perfekt, wir crusen die Südflanke runter und queren zum Ruchchälenpass. Der Skifahrspass nimmt in der Ruchenchälen massiv ab. Der Schnee ist hart, viele Lawinenkegel sind zu queren, wir werden durchgeschüttelt. Endlich erreichen wir den Talgrund und geniessen die letzten Meter bis zur Brunnialp. Was für ein Glück, die Alpbeiz ist offen, wir gönnen uns eine Pause nach dieser eindrücklichen Tour. Noch steht uns ein einstündiger Fussmarsch das Tal aus bevor, doch auch dies schaffen wir. Ein ganz grosses Dankschön, Laddy, für diese Hammer-Skitour!
Magische Momente, wenn die Sonne kommt. Blick auswärts ins Schächental beim Aufstieg auf den Wäspen.
Der Wäspen in Sichtweite (runder Hubel oberhalb Laddy), nun ist es nicht mehr weit!
Auf dem Wäspen, im Hintergrund Bildmitte unser Ziel: der Chli Ruchen mit seiner Nordflanke. Rechts davon die Gipfel des Sattelhoren.
Rechts der mächtige Gross Windgällen im Hintergrund. Vor uns das Schneeband, welches in die Nordwand des Chli Ruchen führt.

Blick zurück, mit vielen Spitzkehren geht es langsam in der Nordflanke des Chli Ruchen empor.

Die mühsame Spurarbeit übernimmt Laddy, der Schnee ist sehr unhomogen in der Nordflanke und viele Steine erschweren den Aufstieg.

Blick vom Skidepot auf die letzten Meter in der Nordwand, bevor wir auf den Gipfel des Chli Ruchen gelangen.
Tiefblick garantiert beim Aufstieg zum Chli Ruchen.

Fantastische Aussicht Richtung Süden auf dem Gipfel des Chli Ruchen.

Lässige Suzlabfahrt vom Chli Ruchen, links beeindruckt die mächtige Felswand des Chalchschijen.

Anspruchsvolle und mühsame Abfahrt in der Ruchenchälen. Im Hintergrund der Gross Windgällen.

Typischer Abschluss einer Frühlingsskitour: wir tragen die Skis das Brunnital raus.




