22.-24. Mai 2025

Ich habe unerwartet vier Tage frei, Laddy ebenso, wir packen in Windeseile und los gehts in die Pfalz! Wir treffen am Abend ein, stellen unser Zelt im Bärenbrunnerhof auf und schlafen schon bald. Der nächste Tag beginnt nieselnd, wir frühstücken im Kaffee und endlich trocknet es ab. Beeindruckt stehe ich vor meinem ersten Turm, bzw. Türmen: «Braut und Bräutigam» via den «schönsten Kamin in der Pfalz». Ich stemme mich hoch und natürlich ist es ein bisschen «gfürchig», aber das gehört bei Kaminen einfach dazu! An diesem Tag sammeln wir Türme: wir besuchen den «Büttelfels» und klettern da die «Grosse Südwand» und den «Südwand zum Ostgrat». Weiter geht es am «Lämmerfelsen» mit der «Bockverschneidung» und Laddy gibt sich den Kick mit der «Nur Mut», ich steige nach und gebe alles (es gelingt :-)). Als Dessert nach dem Znacht gönne ich mir den «Jubiläumsriss» am «Nonnenfels», was für eine schöne und anspruchsvolle Linie! Nach diesem ersten Tag in der Pfalz ist mir klar: die Grade sind knallhart (7+ ist schon unglaublich schwer), fürchten kann man sich in allen Graden, die Absicherung ist eine Sache für sich. Ein Ring als Top ist normal, legen muss man oft. Die Kletterstile sind immer steil, benötigt werden Fähigheiten wie: Verschneidungs- und Risskletterei, Aufleger halten, Waben im Zangengriff krallen, stehen auf knusprigen Flechten im Ausstieg und sich über Überhänge hiefen. Den zweiten Tag verbringen wir am Hochstein. Ein absolutes Muss ist der «Normalweg» auf die «Hochsteinnadel». Definitiv den schwersten und eindrücklichsten 3er den ich je geklettert bin! Den restlichen Tag versuchen wir möglichst viele 3-Stern Routen zu klettern. Wunderschön ist der «Eichenriss», perfekt um zu legen! Nach einem feinen Znacht im Bärenbrunnerhof steht schon der letzte Klettertag an. Zum Aufwärmen klettern wir den «Theoweg» am «Sternfels». Wirklich krass geht es weiter mit dem «Normalweg» am «Honigfelsen» und dem «Flug des Albatros» und der perfekte Abschluss ist der «Franz-Seiler-Gedächnisweg» am «Jungfernsprung». Wir sind geschafft. Die Routen sind alle sehr physisch und das Vorsteigen (und Nachsteigen bei den Querungen) sehr psyschisch. Die Pfalz ist ein Abenteuerland, uns gefällts super, wir kommen sicher wieder!

Ein Fuss an der «Braut», der Andere am «Bräutigam», meine erste Kletterei in der Pfalz!

Bigwall-Feeling in der Pfalz, wir klettern die «Grosse Südwand» am Büttelfels.

Die Pfalz lohnt sich nur schon optisch, geniale Waben im Buntsandstein.

Die Linie für Verschneidungsliebhaber: «Bockverschneidung» am Lämmerfelsen.

Hammerharte Risstour (der dünne Riss in der Bildmitte), die praktisch selbst abzusichern ist: «Nur Mut» am Lämmerfelsen.

Wunderschöne Natur in der Pfalz, Mischwälder mit Buntsandsteintürmen, die super zum Erklettern sind!

Abenteuer auf dem «Normalweg» der Hochsteinnadel. Auf dem Gipfel sieht man Laddys Füsse und Kopf.

Rissklettergenuss pur im «Eichenriss» am Hochstein.

Er nennt sich nett Honigfelsen, ist aber der krasseste Turm, den wir bestiegen haben. Sowohl der «Normalweg», wie der «Flug des Albatros» waren sehr anspruchsvoll.

Mit 10 Ringen auf 60m relativ gut «eingebohrt», der «Franz-Seiler-Gedächtnisweg» am Jungfernsprung, eine super schöne Tour!

Dies war der Einstiegstritt für den «Franz-Seiler-Gedächtnisweg». Es brauchte mich allen Mut, jegliches Gewicht auf diesen Kiesel zu stellen (ohne schlaue Zwischensicherung), aber er hielt!