13. Juni 2025

Es bleibt mal wieder Zeit für eine private Tour. Im Flachland ist es heiss, d.h. früh aufbrechen und in die Höhe. Wir entscheiden uns für eine Mehrseillänge am Klausenpass, genauer: den Chli Glatten. Vom Hotel Klausenpass steigen wir hoch zur Wand. Nicht nur wir sind früh unterwegs, am Südpfeiler sind schon die ersten Seilschaften am Klettern. Wir steigen in die Route «Spindlä» ein. Mit 6 SL im max. 5c+ Gelände. Dies tönt nicht sehr schwer, doch die erste Seillänge fordert mich schon ziemlich. Es ist eine alte Route, d.h. die Bohrhaken, bzw. alten Ringli sind weit auseinander gesetzt, mühsam zum klippen und die Grade für die heutigen Verhältnisse «hart». Doch langsam klettern wir uns ein und mir wird immer wohler. Der Fels ist herrlich rauh und die Kletterei ist steil. Man findet viele kleine Leisten und Tritte. Wir schaffen uns immer höher. Die Aussicht auf die Berge ist fantastisch und noch sind die Temperaturen ideal zum Klettern. Ganz alleine sind wir in unserer Route unterwegs, beim Sichern bleibt Zeit den vielen Seilschaften am Südpfeiler zu zuschauen. Nach knappen drei Stunden erreichen wir das Top. Wir seilen über die Route ab. Für einmal ist das Seil bockig und verklemmt sich am liebsten überall. Doch mit kleinem Zusatzaufwand erreichen wir den Wandfuss. Die Wärme nimmt zu, nichts wie runter ins Hotel Klausenpass zum kühlen Getränk und dem verdienten Glace! Vielen Dank für den mega schönen Tag!

Das Klippen der ersten beiden Ringli-Bohrhaken war für mich die Schlüsselstelle des Tages. Danach kommt herrliche Kletterei in der Route «Spindlä» am Chli Glatten.

Die zweite Seillänge ist für einmal einfach. Blick zum Clariden und dem Gross Schärhorn.

Lässige Verschneidungskletterei mit einem zackigen Finish in der 3. SL, 5c.

Blick von unten auf die steile 4. SL, 5c+. Es gilt die richtigen «Klötzli» zu halten, die Trittauswahl ist fantastisch.

Die steile 4. SL ist geschafft!

In der 5. SL wurden doch einige neue Bohrhaken gesetzt. Es muss aber immer noch deutlich vom Haken weggeklettert werden, was aber gut geht.

Blick zum benachbarten Südpfeiler. Da tummeln sich einige Seilschaften.

Es bleibt bis zum Schluss steil. Dies ist die 6. SL, 5c, welche auch super lässig zu klettern ist!

Wir seilen über die Route ab, die Stände sind alle saniert.

Blick vom Boden auf unsere Route «Spindlä».