18.-20. Juli 2025
Dank der Seilbahn von Saas-Grund nach Kreuzboden gewinnen wir schnell an Höhe. Dies merken wir insbesondere am erhöhten Puls beim Aufstieg zu unseren ersten Mehrseillängen im Gebiet rund um die Weissmieshütte. Nach knapp 1.25 Std. sind wir am Wandfuss des Sektors «Vorbau» mit den Routen «Kusima» und «MaRoCa» angekommen. Die Aussicht auf die Walliser 4000er ist fantastisch. Vis-a-vis grüsst uns das Allalinhorn, der Alphubel, Täschhorn, Dom, Lenzspitz und Nadelhorn. Linkerhand zeigen sich Lagginhorn und Weissmies. In dieser grandiosen Kulisse klettern wir aufgeteilt in zwei Gruppen die beiden Routen «Kusima» und «MaRoCa». In 7, bzw. 8 SL geniessen wir den griffigen und rauhen Gneis. Vom Top geht es zuerst gäbig zu Fuss, danach gesichert über den steilen «Leiterweg» zurück zu unserem Depot. Es wird Zeit zur Weissmieshütte zu queren. Hier werden wir herzlichst Begrüsst, wir geniessen den feinen Znacht und beenden den Tag mit einer Runde Brandy-Dog. Der Samstag ist der Wetter-wackel-Tag. Deshalb besuchen wir den nahen Klettergarten «Laggin». Die Routen sind steil und griffig. Was gestern zu kurz kam, üben wir heute nochmals intensiv: bis zum Mittag sind alle wieder Mehrseillängen-fit, d.h. können selbständig den Stand einrichten, den Nachsteiger sichern und abseilen. Die dunkle Front kommt näher, mit leichtem Regen ist der Entschluss klar, zusammenpacken und zurück zur Hütte! Den Nachmittag verbringen wir unterschiedlich mit Kaffee, Kuchen, Brettspielen, Powernaps oder Fitnesstraining. Die Gewitter haben sich erst für den späten Sonntag-Nachmittag angekündigt. Somit wagen wir es am letzten Tag in die langen Routen am Jägihorn. Aufgrund der grossen Gruppe teilen wir uns auf die beiden Routen «Alpendurst» (14 SL,4c, 4b obl.) und «Panorama» (10 SL, 5a, 4c obl.) auf. Früh steigen wir ein und geben Gas! Nach 4-5 Std. sind alle auf dem Gipfel, was für eine super Leistung für eine 11er Gruppe, gratuliere an Alle! Bei perfekten Bedingungen lief die Kletterei fliessend, wir geniessen die Aussicht und den wohlverdienten Lunch. Die Kletterei am Jägihorn ist super schön, ist der Fels zu beginn noch kompakt, wird er immer griffiger mit herrlichen Schuppen und vielen Trittmöglichkeiten. Highlight ist sicher auch der Bartgeier, der an uns vorbei zieht. Wir nehmen die letzte Anstrengung des Tages in Angriff und machen uns an den Abstieg. Konzentration ist gefragt im blockigen T4 Gelände. Zurück in Saas-Grund reicht die Zeit für einen super schnellen Apero, bevor wir in die Nordschweiz zurück reisen. Herzlichen Dank für eures «Gas-Geben» und eure Freude an diesem wunderschönen Kletterort!
Mittagspause mit Sicht auf die Walliser 4000er am Fusse des Sektors «Vorbau» nahe der Weissmieshütte.
Aufgeteilt auf zwei Gruppen klettern wir die Routen «Kusima» und «MaRoCa» im Sektor «Vorbau».
Ideal zur Angewöhnung: beide Routen sind nett bewertet, super eingebohrt und herrlich zu Klettern.

Abendstimmung bei der Weissmieshütte. Diese bietet eine super Aussicht und Gastfreundschaft, wie man es sich wünscht, danke Roberto und Carla!
Bei unsicherem Wetter ist der Klettergarten «Laggin» sehr zu empfehlen: hüttennah, lässige, steile und griffige Routen in allen Graden sind vorhanden.

Während drei Seilschaften in die Route «Alpendurst» einsteigen, klettern wir zu fünft die Route «Panorama». Hier in der 5. Seillänge, 5a.

Am Jägihorn stimmt einfach alles: Aussicht, Fels und heute auch die Bedingungen.
Blick auf die letzte Seillänge der Route «Alpendurst». Diese ist sehr beliebt, dank der schönen Kletterei und der super Absicherung.

Viele Wege führen aufs Jägihorn: zu Fuss, per Klettersteig oder via den schönen Kletterrouten. Wir geniessen den lässigen Gipfel.

Blick im Abstieg auf die mächtige SSE-Wand des Jägihorns, welche wir durchstiegen haben.

Den Bartgeier habe ich nicht erwischt, dafür dieses hübsche Widderchen.




