16. September 2025

Grau umgibt uns beim Loslaufen in der Göscheneralp. Wir überqueren die Staumauer und wandern im steten Auf und Ab dem Göscheneralpsee entlang. Wir haben uns lange nicht mehr gesehen, so gibt es viel zu erzählen und es geht flott voran. Wir hoffen, dass wir im Aufstieg zur Dammahütte aus den Wolken steigen. Doch dies ist nicht der Fall. Wir lassen uns nicht entmutigen, lunchen und steigen in unser Vorhaben ein: die Überschreitung der Moosstöcke. Der Fels ist nicht ganz trocken, aber erstaunlich warm und griffig. Die Kraxelei macht Spass und schon bald stehen wir auf dem ersten Turm. Wir klettern ab in die Scharte und weiter geht es auf Turm 2. Von diesem führt eine Abseilstelle Richtung der nächsten Scharte. Dank dem super Topo auf der Homepage der Dammahütte findet sich der Weg leicht. Die Kletterei übersteigt nie den 3. Grad. Es ist aber trotzdem Konzentration gefragt und ein Seil zur Sicherung der schweren Stelle macht definitiv Sinn. So arbeiten wir uns vor über die Türme 4, 5, 6 und 7. Dazwischen öffnet sich immer mal wieder ein Sonnenfenster in den Wolken und lässt erahnen, in was für einer traumhaften Umgebung wir unterwegs sind. Hinter uns der smaragdblaue Göscheneralpsee, vor uns der Dammagletscher mit dem Dammahorn. Rechts zeigt sich hie und da das Chelenalphorn mit seinen Nachbarn. Der Fels ist wunderschön zu klettern. Der Tiefblick Richtung Dammahütte lässt mich von den Routen in der Südwestflanke der Moosstöcke träumen. Von unserem letzten Turm (Nr. 7) geht es zuerst kletternd, danach abseilend in die Abschlussscharte. Top motivierte könnten den Grat weiter erklettern, dies wäre möglich bis zum Dammagletscher. Für uns wird es Zeit umzukehren. Über schlechte Wegspuren steigen wir ab und gelangen in Kürze auf den Wanderweg. Hier befreien wir uns von der Kletterausrüstung und machen uns auf den Heimweg. Vielen Dank für die schöne Tour und den lässigen Tag!

Beim Kreuz geht es los mit der Kraxelei auf Turm 1 der Moosstöcke.

Oben ist das schönste Wetter, immer mal wieder öffnet sich ein Sonnenfenster in den Wolken.

In der Südwestflanke der Moosstöcke gibt es einige Mehrseillängen. Der Fels sieht fanstastisch aus, das muss ich mal Probieren!

Meist kann an Zacken gesichert werden, selten hat es auch Bohrhaken oder wir legen ein Friend.

Für einen kurzen Moment zeigt sich der Dammagletscher mit dem Dammahorn.

Mystische Stimmung bei der Überschreitung der Moosstöcke.

Blick zurück auf die vielen Türme die wir schon überschritten haben.

Hier sind wir am Turm Nr. 6 unterwegs, hinten rechts unser letzte Turm, Nr. 7.

Blick vom Wanderweg auf der Südseite auf die von uns überkletterten Moosstöcke.