30. September 2018:
Beim Klettern von der Route SE-Wand und Mauerläufer am Geisstock ist mir der stolze SE-Pfeiler ins Auge gestochen. Die Beschreibung tönt nach einer ziemlichen Abenteuerroute, trau ich mich oder nicht?! Heute schon, mit Laddy als Backup steigen wir ein. Die ersten zwei Seillängen sind haarsträubend, extrem steil, für dass es soviel Gras und brüchigen Fels hat, vorsichtiges Klettern ist angesagt. Doch ab dann sind wir der Route erlegen: steil den Rissen entlang, scharfer Kalk, bombenfester Fels und abgefahrene Klettermoves begeistern uns. Die Felsenschwalben zeigen uns ihre Flugkünste, während uns die Schlüssellänge alles abverlangt, keuchend kommen wir beide beim Stand an. Die Route bleibt steil und spannend bis zum Ausstieg. Eine spektakuläre Abseilfahrt über die Route Mauerläufer bringt uns wieder an den Einstieg. Und Ja, es ist eine Abenteuerroute, aber absolut empfehlenswert!
Beim Zustieg von der Holzegg haben wir den SE-Pfeiler des Geissstock schon vor Augen, neben dem «herzigen» Adlerspitzli.

Die ersten zwei Seillängen sind psycho (brüchig) und auch schwierig abzusichern. Es hat wenige Bohrhaken und einige Schlaghaken.

Die 3. Seillänge bietet steile ausgesetzte Kletterei. Uns beide dünkt sie schwieriger als der angegebene Grad 6a+, oder liegt es daran, dass ich das Bäumchen ausgerissen habe?!

Nach der kurzen und unglaublich anstrengenden Schlüssellänge 7a (gut abgesichert), folgt eine herrliche 6c einem steilen Riss entlang. Endlich mal wieder Klemmen, sonst ists unmöglich!

Es wird einfacher, doch immer noch steile und spannende Kletterei. Hier in der 7. Seillänge, die grossen Bohrhakenabstände können mit Friends und Keilen entschärft werden.

Auf dem Heimweg, der Blick zurück: die Route ist vorallem links der Kante, erst die Schlusseillänge führt in den Schatten.
