28. März 2022

Wir starten in Bad Ragaz mit dem Fahrrad. Von da geht es gemütlich über den Rhein und durch das Naturschutzgebiet bis an den Fuss des Mozentobel. Hier lassen wir unser Fahrrad. Nun geht es kurze Zeit dem Wanderweg entlang, bevor wir in der ersten markanten Rechtskurve unser Depot machen. Das Zustiegsweglein führt horizontal zum Hauptsektor Föhnmauer. Wir folgen der Wand und stehen schon nach kurzer Zeit am Einstieg der Route «Me gusta». Diese führt in 7 Seillängen durch die gesamte Wand. Die erste Seillänge (6b) bietet spannende technische Kletterei. Zum Schluss muss kräftig angepackt werden, bevor man den Stand erreicht. Bei der nächsten (6a+) Seillänge ist ein gutes Routengespür gefragt, um sich nicht zusätzliche Schwierigkeiten aufzuladen. Der Start der dritten Seillänge (6b) ist schon fast gemütlich, wunderschöne Leistenkletterei im leicht geneigten Gelände. Auch hier ist der Finish die Krux und lässt einem den Grad spüren. Nun geht es in einem grossen «S» weiter, gefühlt gleich schwer wie vorher, theoretisch nur «6a+» führt die technische Wandkletterei auf das grosse Band. Hier gönnen wir uns eine Pause und schauen den Felsschwalben beim Windspiel zu. Nun ist auch die Sonne da und bietet perfekte Kletterbedingungen. Schön der Ausblick auf das Naturschutzgebiet und den Rhein. Es folgt eine brüchig aussehende Passage (6a), welche sich aber gut klettern lässt, bevor wir die Schlüsselseillänge erreichen. Der Boulderstart zeigt einem gleich das Niveau der 7a-Seillänge. Kurz kann man Luft holen, bevor eine Kraftausdauer-Sequenz folgt, es verblässt uns beide. Janu, weiter geht es über eine knifflige Platte und endlich wird es ein bisschen einfacher. Bzw. «nur» noch tricky und nicht mehr so pumpig. Bei der letzten Seillänge (6c) muss man geschickt die Seitgriffe aneinanderreihen um an das zackige Schlusswändchen zu gelangen. Kräftig an den Leisten ziehen, der letzte Power ist gefragt um das Top zu erreichen. Der «Gipfel» ist eine gemütliche Wiese mit schöner Aussicht in das Bündnerland. Die Kletterei war definitiv sehr fordernd, hat uns aber gut gefallen. Der Fels ist super schön und die Absicherung gut. Der Abstieg durch das Mozentobel ist schnell gemacht und mit dem Velo erreichen wir unseren Ausgangspunkt. Wir gönnen uns etwas Süsses und stossen auf den gelungenen Tag an. Vielen Dank für die lässige Gesellschaft!

Blick auf die erste Seillänge (6b), technische Wandkletterei mit kräftigem Schluss.

Der Gonzen (auch ein schöner Kletterberg) wacht über uns.

Wunderschöne Leistenkletterei in der dritten Seillänge (6b) mit kniffligem Schluss.

Die vierte Seillänge (6a) endet mit einem kleinen Dächlein. Weit unten das schöne Naturschutzgebiet mit dem Biotop.

Die Kruxseillänge (7a), nach dem Einsteigsboulder und der Kraftausdauer-Schlüsselstelle, hier die Plattenkrux.

Die sechste Seillänge endet mit einem fotogenen Quergang. Im Hintergrund der Rhein.

Die letzte Seillänge (6c) startet technisch und endet sehr kräftig an kleinen Leisten.

Super schönes Top, perfekt für die «Gipfelrast».

Der Abstieg folgt dem Wanderweg durch das Mozentobel. Blick frei auf die bekannten Klettereien «Tschingelpfeiler» und «High Life».