25.-28. August 2022

Endloses Treppensteigen durch den schattenspendenden Wald, wir sind im Aufstieg zur Salbithütte. Es folgt die Heidelbeerzone, wir stärken uns und bald darauf sind wir am Ziel angelangt. Nach einer leckeren Suppe besuchen wir den Klettergarten am vorgelagerten Felsband des Gemsplanggen. Einklettern und abstimmen für Mehrseillängen, sind die Themen des Nachmittags. Nach einer durchzogenen Nacht (in der erstaunlich vollen Hütte), sitzen wir früh beim Zmorgen, doch aus der geplanten grossen Tour wird nichts, die Wetterprognosen sind zu instabil. Schlussendlich wandern wir zum Turm 1 des Westgrats, wartet doch da die Route «Geier» (7SL, 6b), in welcher man jederzeit umkehren kann. Nicht nur die Hängebrücke ist spektakulär, auch die Route sorgt für einige Adrenalinschübe. Ist sie doch typisch Salbit: anspruchsvoll und anhaltend. Nach der vierten Seillänge brechen wir ab. Ein Sturz lässt den Knöchel anschwillen, hoffentlich nichts Schlimmes! Tape sei Dank geht der Fussmarsch zurück zur Salbithütte. Mit Kaffee, Kuchen und einem Nachmittagsschlaf kehrt die Energie zurück und wir planen für den nächsten Tag. Auch der Samstag bietet durchzogenes Wetter. In mystischer Stimmung erklettern wir auf der Route «Takala» (8SL, 5c) den «Zahn» des Südgrates des Salbitschijen. Die Kletterei ist abwechslungsreich und sehr zu empfehlen! Ein Wolkenloch ermöglicht uns den Blick auf den eindrücklichen Westgrat und den zackigen Südgrat, grandios! Mit Abseilen und Abstieg, sowie dem Zusammentreffen einer Steinbockherde geht es zurück in die Hütte. Sonntag: Endlich Sonnenschein, uns freuts, wir steigen hoch zur Gemsplanggen. Die Route «Incredibile» (7SL, 6b) wird empfohlen als ein «Muss im Salbit!». Und tatsächlich, wir haben das perfekte Abschluss-Klettern gefunden. Eine fordernde, abwechslungsreiche Route, die immer wieder überaschende Lösungen bereit hält. Wir seilen über die «Leviathan» ab und merken uns diese gleich vor für das nächste Mal! In der Salbithütte verköstigen wir uns mit Rösti und Kuchen, bevor wir uns verabschieden und absteigen ins Tal. Trotz den nicht einfachen Bedingungen kletterten wir viele schöne Seilllängen, danke für euren grossen Einsatz!

Nach 2.5 Stunden Aufstieg erreichen wir die schön gelegene Salbithütte.

Felsgewöhnung und Einklettern im nahen Klettergarten am Fusse des Gemsplanggen.

In der ersten Seillänge der Route «Geier» am Turm 1 des Westgrats des Salbitschijen.

Die Route «Geier» bietet anspruchsvolle und geniale Kletterei, hier in der 3. Seillänge.

Spektakulär ist die Hängebrücke, welche die Salbithütte mit dem Biwak verbindet.

Da klettern wir hoch: die Route «Takala» führt auf den «Zahn» des Südgrats am Salbitschijen.

Mystische Stimmung in der Route «Takala» und steile, griffige Kletterei in den oberen Seillängen.

Fotoshooting auf dem «Zahn»!

Am letzten Tag klettern wir die wunderschöne Route «Incredibile» an der Gemsplanggen. Hier die 5. Seillänge.

Die Ausstiegslänge der Route «Incredibile», hie und da müssen die Bohrhakenabstände mit Friends entschärft werden.

Blick vom Gemsplanggen zum Salbitschijen.

Salbithütte in die «andere» Richtung, bald steigen wir ab und reisen nach Hause.