31. Mai – 1. Juni 2024

Aufgrund des Wetters reisen wir für unsere Erstausgabe «Klettertechnik und Schmetterlings-Exkursion» ins Tessin. Die lange Fahrt ist kurz, erzählt uns Laddy schon viele spannende Infos zu Tagfaltern im Zug. Übrigens: es gibt mehr tagaktive Nachtfalter als Tagfalter, welche beide unter dem Begriff Schmetterlinge zusammengefasst werden.  Und schon bald versuchen wir eifrig die mitgebrachten Präparate zu bestimmen. In Ponte Brolla angelangt deponieren wir unser Klettergepäck und spazieren via Tegna zum Fluss «Melezza». Aufgrund den tiefen Temperaturen und den Wolken lassen wir die Tagfalter bleiben und widmen uns den Gräser. Wir staunen ab der Vielzahl, die wir finden. Anschaulich erklärt uns Laddy, wie Gräser aufgebaut sind, welche Familien es gibt und wie man sie von den verwandten Arten «Binsen» und «Seggen» unterscheidet. Und ich habe bis anhin gemeint, es gibt «nur» Gras! Der Kopf ist voll, wir wechseln zum Klettern nach Ponte Brolla. Alle geben Gas, steigen mutig vor und geniessen den rauhen Gneis. Beim Abendessen repetieren wir nochmals all das Gelernte und stärken uns für den nächsten Tag. Die frühen Morgen Temperaturen sind ideal fürs Klettern an der Sonne. Das Klettergebiet Torbeccio verlangt eine gute Fusstechnik. Wir üben das wichtige Hinstehen mit verschiedenen Übungen. Und begegnen in der Wand einer Schlange! Definitiv passend zum Thema «Klettern + Natur»! Nach dem Mittagessen sind die Temperaturen zu warm zum Klettern, dafür ideal für die Schmetterlinge. Dank unserem geübten Tagfalter-Fänger betrachten wir schon bald mit grossem Eifer die Unter- und Oberseite der gefangenen Schönheiten. Für das Bestimmen ist es notwendig, die Flügel genausten betrachten zu können. Dies geht am Einfachsten, wenn man den eingefangenen Schmetterling fotografiert, wenn er für kurze Zeit still sitzt. Mit den gut strukturierten Unterlagen von Laddy, bestimmen wir zuerst die Familie (Bsp. «Bläuling»), bevor es an die genaue Zuordnunge (Bsp. Hauhechel-Bläuling) geht. Danach fliegt der Schmetterling wieder davon und wir suchen den Nächsten. Langsam ist der Kopf müde und die Kehle durstig. Wir gönnen uns eine Erfrischung, bevor wir uns auf den Heimweg machen. Im Zug betrachten wir nochmals diese Wunderwerke der Natur und sind uns einig: Die Kombination Klettern + Natur/Tagfalter ist genial, so werden definitiv alle Sinne gebraucht. Vielen Dank allen für eures engagierte Mitmachen!

Im Zug gibt es die ersten spannenden Infos zu «wie unterscheidet man Tag- und Nachtfalter», «was für Sinne haben die Schmetterlinge» und «wie sieht der Lebenszykklus dieser Tierchen aus».

Aufgrund von kaltem Wetter keine Tagfalter? Kein Problem, Laddy lernt uns viel spannendes über die unglaubliche Vielfalt der Gräser.

Die Natur ist genial: das Zimbelkraut hält die Blume zur Sonne und dreht später den Samen zur Wand. Wenn dieser fällt, bleibt er hoffentlich in einer Mauerritze hängen.

Klettern als Ausgleich in Ponte Brolla mit schöner Aussicht zum Lago Maggiore.

Am zweiten Tag starten wir bei angenehmen Temperaturen mit Fusstechnik in Torbeccio.

Der schöne, fein strukturierte Gneis ist ideal um das Vertrauen in die Füsse zu stärken.

Nicht nur wir klettern, diese Schlingnatter geniesst den warmen Fels ebenso.

Am Nachmittag fangen wir Tagfalter ein und stecken sie in kleine Döschen. Hier ein Braunfleckiger Perlmutterfalter.

Mit Fotos von der Unter- und Oberseite der Flügel, sowie den Bestimmungsbücher, finden wir die genaue Bezeichnung für den Tagfalter heraus.

Im Hintergrund die mächtigen Felswände von Torbeccio, davor die offenen Flächen, in denen wir die Tagfalter suchen und bestimmen.

Ein Highlight ist sicher dieser wunderschöne Baum-Weissling. Und: alle gefangenen Tagfalter haben wir natürlich unbeschadet wieder davonfliegen lassen!