27.-28. Juli 2024
Zuerst wandern wir gemütlich durch die herrliche Moorlandschaft oberhalb des Göscheneralpsees, danach in vielen Kurven steil empor. Wir sind im Aufstieg zur Bergseehütte. Das Wetter ist fantastisch, dementsprechend sind wir am Schwitzen und froh um ein kühles Getränk bei der Hütte. Endlich geht es los mit dem Clean-Climbing-Kurs im nahen Klettergarten. Nach einer kurzen Einführung sind alle fleissig am Keile und Friends legen am Wandfuss. Liegen alle Segmente des Friends auf? Ist der Keil gut genug in den Riss eingezogen? Jetzt gilt es «ernst», wir starten mit klettern und überprüfen durch Reinsitzen und Ministürze, ob den diese «Dinger» halten. Hintersichert durch Bohrhaken ist die Gefahr gebannt. Um die Selbsteinschätzung zu üben klettern wir eine Route «technisch», d.h. mit Leiterli und Reinsitzen arbeiten sich alle den Riss von Friend zu Friend, bzw. Keil, hoch. Gut gemacht! Langsam wird es Zeit für das Abendessen, wir kehren zur Hütte zurück und planen den nächsten Tag. Heute macht sich die Sonne rar. Nebelschwaden ziehen vorbei, immerhin ist es nicht kalt. Wir steigen auf zum Vorbau des Bergseeschijen. Die kurzen Mehrseillängen bieten viele Risse und Strukturen zum Selberlegen. In drei Teams steigen wir parallel ein. Nun wird angewendet, was wir am Vortag geübt haben. In perfekter Halbseiltechnik werden die weiten Bohrhakenabstände durch Selberlegen entschärft. Bravo! Vom Gipfel seilen wir uns ab, tauschen die Routen und üben weiter. Trotz dem durchzogenen Wetter geben alle Vollgas und unzählige Friends und Keile werden gelegt, sowie die Risstechnik des Klemmens geübt. Kurz ist der Abstieg zur Hütte. Wir stärken uns mit Kaffee und Nussgipfel, geht es doch noch viele Kurven runter bis zur Göscheneralp! Danke für eures motivierte Mitmachen!
Schwer ist der Klettergurt, wir üben das Selberlegen.
Wir sind im herrlichen Granit rund um die Bergseehütte unterwegs.
Hierzu braucht es keine Kletterfinken dafür Leiterli und Aiders: wir arbeiten uns eine Route «technisch» an Friends und Keilen empor.

Wir lassen uns nicht vom Nebel abhalten: kurze Mehrseillängen zum Selberlegen am Vorbau des Bergseeschijen.

Die Routen sind eingebohrt, die Bohrhakenabstände weit, wir entschärfen diese durch Selberlegen.

Hie und da zeigt sich die Sonne und die Bergspitzen vis-a-vis im Göscheneralptal.
Geniale Risse ermöglichen das Legen von Friends und Keilen.

Ein Team in der Route «Blaue Linie» am Selberlegen.

So macht Clean-Climbing Spass: unzählige Risse in der zweiten Seillänge der Route «Blaue Linie».



