20. August 2024

Gleichzeitig wie die Sonne treffen wir im Sektor «Platten» beim Steingletscher ein. Noch sind einige Wandstücke nass, der Regen vom Sonntag zeigt seine Spuren. Wir entscheiden uns, die 2-Seillängen Route «Himmelgüegi» zu klettern, diese scheint trocken zu sein. Herrlich griffig führt die erste Seillänge oft ein wenig rechts von den Bohrhaken nach oben. In der zweiten Seillänge folgt nach einem kurzen Steilstück eine technische Platte. Sehr schön! Mit 2x Abseilen gelangen wir zurück an den Wandfuss. Die Sonne ist fleissig am trocknen, wir wagen uns in die Route «Hörnligödel», 5a (4c obl.), 8SL. Die erste Seillänge ist die Schlüssellänge. Und tatsächlich, relativ anhaltende und sehr abwechslungsreiche Kletterei wird geboten. Zuerst eine steile Kante, Traverse, schräger Riss, sowie eine Schlussplatte führen zum Stand. Die nächsten 2-3 Seillängen wirken von unten relativ grasig. Beim Klettern stört dies aber kaum, geschickt schlängelt sich die Route durch die Felspartien. Nun folgt die «Headwall». Die 4 folgenden Seillängen sind kürzer, aber deutlich anhaltender. Schöne technische Wandkletterei, immer mal wieder grandiose Griffe und dazwischen feine Stehprobleme wechseln sich ab. Die Route endet in einem perfekten gemütlichen Stand und was für ein Glück: wir entdecken einen kreisenden Steinadler am Himmel. Vielleicht sitzen wir hier in einem zukünftigen Adlerhorst? Die Aussicht hier oben auf den Steingletscher, sowie die eindrücklichen Wenden ist auf alle Fälle grandios! Wir geniessen unseren Zmittag bevor wir über die Route abseilen. Im Steingletscher-Restaurant gibts einen Kaffee nach dieser schönen Kletterei. Danke für den lässigen Tag!

Einklettern in der Route «Himmelgüegi», sehr lohnend!

Beim Routenwechsel erfreut sich ein Kleiner Mohrenfalter an meinen Kletterfinken.

Die Route «Hörnligödel» 5a (4c obl.) führt in 8 Seillängen bis zum Top.

Nach der ersten steilen Länge folgen 2-3 Seillängen leicht botanisch (stört beim Klettern nicht!) an die «Headwall».

Die Route bietet technische Wandkletterei vom Feinsten. Weit unten die Sustenpassstrasse.

Blick zu den Wenden, ebenfalls ein Klettermekka.

Unterwegs in der zweitletzten Seillänge. Nach dem überwinden von einem kleinen Dächlein werden die Griffe und Tritte immer kleiner.

Blick zurück auf die letzte Seillänge. Diese startet steil und herrlich griffig.

Was für ein Glück, wir beobachten einen Steinadler am Top.

Die letzten Klettermeter, sowie die fantastische Aussicht auf den Steingletscher.