5.-10. Oktober 2025
Die Anreise ist für einmal mühsam. Aufgrund einer Baustelle ist die Bahnstrecke Zürich-Paris am Wochenende gesperrt und wir reisen via Lausanne an. Unsere Freunde sind per Auto angereist und holen uns am Bahnhof von Fontainebleau ab. Nach einem gemütlichen Znacht gilt es ein Start-Gebiet für den nächsten Tag zu suchen. Wir entscheiden uns für «Le Canche aux Merciers» im Gebiet Trois Pignons. Voller Vorfreude gehts ins Bett. Gestärkt vom Pain-au-chocolat sind wir top motivert als Erste im Gebiet und Klettern uns mit einem gelben Parcours ein. Sehr schnell ist mir wieder klar, dass hier gnadenloses Hinstehen auf Reibung oder kleinste Leisten absolut notwendig ist, um irgendwo hochzukommen. Langsam sind wir warm und wagen uns an schwierigere Boulders. Eine gefühlt ewige Kante fordert uns, Hooken, Aufleger halten und am Schluss noch Hochstemmen. Theoretisch klar, Laddy kriegts hin, und ich bin irgendwann platt. Am Dienstag besuchen wir «Franchard – Isatis». Wahrlich ein top Gebiet, hier hat es auch am meisten andere Boulderer jeglicher Nationalität. Die Blöcke sind eher hoch, manchmal ist ein mutiger Sprung auf den Nachbarblock nötig für den Abstieg. Mein Highligt ist der Boulder «La Mâchoir», jeder Zug ist für mich dynamisch und bis ich eine Möglichkeit finde oben auf den Block zu manteln, nehme ich zig Anläufe. Umso grösser die Freude, als es dann klappt. Feierabend Apero und für einmal ein regeneratives Yoga, so können wir am nächsten Tag wieder angreifen! Wir besuchen «Beauvais – Nainville». Für uns als gemischte Niveau-Gruppe ist das Gebiet ideal. Wir brauchen weisse bis rote Boulders, die finden wir hier zuhauf. Die Sonne zeigt sich nur zögerlich, wir üben uns im leicht feuchten Bouldern. Je weiter man ins Gebiet vordringt, desto offener wird es und wir können fast nicht stoppen. Am letzten Klettertag besuchen wir «Franchard – Sablons». Deutlich weniger Leute sind hier unterwegs als im «Isatis», uns gefällts gut, Probleme gibt es auch da genug! Und schon sind die Ferien vorbei. Ein letztes Mal stossen wir an und planen gleich das nächste Jahr. Bleau mach einfach süchtig! Danke für die tollen Ferien!
Wir klettern uns ein im Gebiet «Le Canche aux Merciers».
Bleau bedeutet auf kleinste Tritte oder auf Reibung zu stehen.
Kreatives Bewegen ist gefragt bei diesem Boulder-Problem. Hier hilft für einmal ein Faust-Klemmer.

Super Trainingsboulder für Hooken und Aufleger halten.
Bei diesem Boulder ist Balance gefragt, statt Kraft um von rechts nach links zu kommen.

Und immer wieder sind wir an wunderschönen Plätzen unterwegs. Der Wald von Bleau.

Oft ist das Absprunggebiet ideal und mit Sand durchsetzt. Hier z.Bsp. bei «Beauvais – Nainville».
Die Felsformationen sind fantastisch und einzigartig. Jeder Block ist ein Kunstwerk.

Die Griffvariation ist sehr gross, es gibt Sanduhren und ganz häufig….

… Aufleger, insbesonders beim Ausstieg auf den Block. Mut ist gefragt, um trotz Höhe das Manteln zu wagen.

Manchmal ist der Boulder fast eine Route. Hier umrundet man fast den Block, bevor man aussteigt, sehr cool!

Teamwork um den Ausstiegsgriff zu putzen!




