19.-21. Juni 2026
Für einmal reisen wir auf den Abend an. Das Timing ist ideal, das Gewitter in Partnun ist schon vorbei und wir geniessen einen Apero draussen. Bald treffen die Anderen ein und es wird Zeit für das Abendessen im Berggasthaus Alpenrösli. Jetzt ist Laddy dran: er vermittelt in einem Theorie-Block Unterschiede zwischen Tag- und Nachtfaltern, die Lebensweise der Tagfalter und wie man diese bestimmt. Mit der Dunkelheit wird «geleuchtet», d.h. mittels einer UV-Lampe und einem Netz werden Nachtfalter angelockt und mittels KI bestimmt. Ich liege schon lange im Bett, fehlt mir doch einiges an Schlaf. Die nächsten zwei Tage bieten perfekte Bedingungen. Wir starten jeweils mit einem gemütlichen Fussmarsch von 30 Min. zum Partnunsee. Auf der Ostseite von diesem hat es verschiedene Blöcke die man erklettern kann. Nach dem Einklettern und Technikübungen, wagen wir uns an schwierigere Routen bevor es Zeit für den Zmittag wird. Die Temperaturen sind ideal, einige wagen sich sogar in den kalten Bergsee. Am Nachmittag heisst es zuerst mit dem Kescher Tagfalter fangen und danach bestimmen. Wir betrachten die hübschen Geschöpfe genau auf der Unter- und Oberseite und mit Hilfe der Bestimmungsbücher von Laddy, schaffen wir es oft, den richtigen zu finden. Unglaublich diese Vielfalt! Wir finden Weisslinge, Gelblinge, Bläulinge, Scheckenfalter, Mohrenfalter, Augenfalter, Dickkopffalter, usw., und dies sind erst die Familien! Besonders cool ist es, als wir einen Ameisenbläuling finden und passend dazu in nächster Nähe einige riesige Ameisenhaufen. Die Raupen dieses Falter verbringen ihre Zeit im Ameisenhaufen, lassen sich von den Ameisen füttern und geben dafür eine Saft ab, den die Ameisen lieben. Erst kurz vor der Verpuppung müssen sie unaufällig aus dem Ameisenhaufen kriechen und verwandeln sich dann in einen wunderschönen Falter mit dem Namen «Ameisenbläuling». Nach dem Bestimmen lassen wir sie wieder fliegen. Die Vielfalt ist unglaublich. Wir sind uns einig, Partnun ist perfekt. Der Klettergarten ist vielfältig im Stil, in den Schwierigeiten und wunderschön gelegen. Und die Natur ist sehr intakt. Die Blumenpracht beglückt das Auge, im Hintergrund die mächtigen Felswände und für uns ganz viele Tagfaltern! Herzlichen Dank für dieses lässige Wochenende. Und mega schön, wie ihr euch auf das Abenteuer «Schmetterlinge kennen lernen und bestimmen» eingelassen habt!
Theorie-Input am Freitag Abend zum Thema Tag- und Nachtfalter.
Mittels einer UV-Lampe und einem Netz werden die Nachtfalter angelockt.
Einklettern im Klettergarten Partnunsee. Im Hintergrund die Sulzfluh.

Jeder Block hat eine gemütliche Seit und eine schwierige Wand. Wir sind in beiden unterwegs.
Einer der Ersten Falter den wir bestimmen: der Aurora-Falter.

Mittels den Bestimmungsbüchern findet man rasch die Familie. Danach heisst es die richtigen Merkmale zu erkennen.

Mittels dem Kescher fangen wir die Falter. Natürlich lassen wir sie nach dem Bestimmen wieder frei.
Der Klettergarten ist fantastisch gelegen, immer mit Blick auf die mächtigen Felswände oder den Partnunsee.

Der höchste Block bietet auch die schwierigsten Routen. Wir klettern fast alle!

In meinen Augen einer der schönsten Falter: der Hufeisenklee-Gelbling.

Fazit der zwei Tage: Fels und Tagfalter-Vielfalt ist perfekt!




