24.-25. Juli 2026
Ganz viele Radfahrer sind am Furka unterwegs. Wir habens einfacher, mit dem Auto kurven wir die Passstrasse hoch. Beim Sidelenbach erwischen wir den letzten Parkplatz. Es sind perfekte Bedingungen, somit sind wir nicht alleine unterwegs. Wir steigen auf zum Chli Bielenhorn. «Chli» ist die Wand überhaupt nicht, eher einschüchternd steil steht sie vor uns. Wir steigen in die «einfachste» Tour ein: «Perrenoud», führt mit 8 SL, 6a (5c obl.) durch die Wand. Netterweise beginnt es einfach und wird langsam schwerer. Es ist steil und Kamintechnik ist gefragt. Die Bohrhaken stecken nur dort, wo es schwer ist, es kann aber gut dazu gelegt werden. Die 6. und 7. Seillänge sind das Herzstück der Route. Anhaltend, sehr ausgesetzt, da auch Quergänge gemeistert werden müssen, lassen sie das Adrenalin in die Höhe schnellen. Die Aussicht ist fantastisch, in der Ferne die Walliser 4000er, vis-a-vis das Rotondo-Gebiet und eine perfekte Fernsicht. Das Abseilen verläuft für einmal nicht reibungslos. Schon beim ersten Abziehen haben wir einen Seilverhänger. Doch lässt es sich «sicher» lösen. Vom Wandfuss geht es zurück zum Auto und weiter in das Berggasthaus Tiefenbach. Die Gastfreundschaft ist sehr herzlich, wir geniessen den Abend. Nächster Tag: Am Nachmittag sind Gewitter möglich, wir entscheiden uns für eine kürzere Tour in unbekanntem Fels. Der Zustieg vom Furkapass zum Wandfuss des Gross Furkahorn ist wunderschön. Wir folgen dem Bach fast bis zu unserem Sektor «Kristall». Hier steigen wir in die gleichnamige Route ein, klettern von dieser die ersten 2 SL (5c, 5c), bevor wir (fälschlicherweise) die nächsten 3 SL (4a, 6a+, 6a) der Route «Schwarzgold» klettern. Es ist aber eine sehr lohnende Routenkombi! Im Gegensatz zur physischen steilen Kletterei am Chli Bielenhorn, ist die Kletterei am Wandfuss des Gross Furkahorn sehr technisch. Hinstehen, Balance und immer wieder spannende Boulderstellen sind zu Meistern. Uns gefällts, genial! Und dazu die herrliche Sicht auf den mäandrierenden Fluss unter uns, glücklich erreichen wir das Top. Wir seilen über die Route ab und gönnen uns eine Stärkung. Langsam geht es Heimwärts, danke für die zwei super Tage am Furka!
Das Chli Bielenhorn, wir klettern die Route «Perrenoud».
Die Kletterei ist steil und folgt der einfachsten natürlichen Linie. Ab in den Kamin!
Die 5. SL (6a) der «Perrenoud», es lohnt sich einen Satz Friends dabei zu haben.

Nach einem luftigen Quergang, folgt lässige Verschneidungskletterei in der 7. SL (6a).
Blick zum Sidelensee, Richtung Westen, vom Ende der Route «Perrenoud».

Wunderschöner Zustieg zu den Wandfussplatten des Gross Furkahorn mit Blick auf den Galenstock (Bildmitte).

Wir wandern dem Fluss entlang, welcher sich den Weg durch die Steinlandschaft sucht.
Heute braucht es Fusstechnik! Unterwegs in der 1. SL (5c) der Route «Kristall».

Die Schlüsselseillänge des Tages: die 4. SL der Route «Schwarzgold», 6a+, an kleinsten Felsstrukturen arbeiten wir uns hoch.

Da gibts noch ganz viel zu klettern! Blick auf die Sektoren Joschi und Sidelenwand.

Zmittag inklusive Kneippen. Unser Sektor liegt genau hinter dem Schneefeld.




