1. Februar 2025

Langsam kurven wir von Weesen immer höher, meine Hoffnung, bis Matt auf 1070m.ü.M. zu fahren, erfüllt sich aber nicht. Wenig Schnee auf der Strasse macht das Weiterkommen unmöglich. Wir schnallen die Skis auf den Rücken und rechnen damit, diese ca. 200 Hm hochzutragen. Wir starten ca. auf 850m.ü.M., doch man staune, schon ca. 5 Min später ist die Strasse durchgehend mit Schnee bedeckt! Skischuhe und Felle montieren, und wir steigen gemütlich im Nebel empor. Bei der Alp Matt gönnen wir uns schon den ersten Snack, leckere Ziegerchrapfen, Fasnacht sei dank! Alle Spuren ziehen Richtung Speer, wir biegen ab, war ich doch noch nie mit Skis auf dem Federispitz. Das kurze Waldstück zwischen Underfiderschen und Alp Oberfiderschen geht erstaunlich gut, langsam drückt die Sonne. Und es tropft von den Bäumen. Wir schwitzen tüchtig, der Schnee ist schwer, ich lasse Laddy den Vortritt für das Spuren. Es geht weiter zum Fiderschenboden. Die Aussicht auf das gigantische Nebelmeer ist wunderschön. Es folgt die Steilstufe der Tour, das Stück vom Fiderschenboden zum Südgrat ist deutlich über 30 Grad. Nach einigen Spitzkehren und einer kurzen Grattraverse, stehen wir auf dem Federispitz. Was für ein cooler Gipfel! Weit unten in der Nordflanke tummeln sich an der Kühle einige Gemsen, ansonsten ist weit und breit niemand zu sehen. Die kühle Brise auf dem Gipfel steht im Kontrast zum heissen windgeschützen Aufstieg. Jacke an, Energie rein und schon bald düsen wir Richtung Tal. Der Schnee ist leicht unberechenbar, von Pulver, zu Deckel, zu Sulz finden wir alles. Danke Laddy für den coolen Tag!

Schon ca. ab 900m.ü.M. ist die Strasse von Weesen Richtung Matt durchgehend schneebedeckt.

Lichter Wald und endlich Sonne zwischen Under- und Oberfiderschen.

Das Glärnischmassiv mit dem Vrenelisgärtli zeigt sich über den Bäumen.

Hier sind wir wenig über der Alp Oberfiderschen. Wir werden im 1. «Chängel» von rechts zum Grat aufsteigen.

Am Fusse der Steilstufe zwischen Fiderschenboden und dem Südgrat des Federispitz.

Das Alpsteinmassiv taucht im Nordosten auf.

Die Schlusstraverse auf den Federispitz.

Tiefblick in die Nordflanke des Federispitz.

Und wieder ein fantastisches Nebelmeer, sowie eine Fahne (wohl stellvertretend für die Feder) neben dem Gipfelkreuz des Federispitz.

Auf dem Südgrat des Federispitz mit seinen vielen kleinen Vorgipfeln.

Laddy crust dem Nebelmeer entgegen.